Evangelisches Dekanat Weilburg

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Gedanken zur Jahreslosung 2018

Gedanken zur Jahreslosung 2018 von Dekan Ulrich Reichard 

„Durst ist schlimmer als Heimweh“ lautet eine Erfahrung, die beides kennt und wohl auch schon einmal schmerzlich erfahren hat. Da tut es gut, wenn eine Wasserquelle in der Nähe ist.
Von einer besonderen Wasserquelle wird uns in der Jahreslosung für 2018 in der Offenbarung des Johannes Kapitel 21 Vers 6 berichtet, wo es heißt: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“
Gott selbst wird hier als „Quelle“ bezeichnet, die uns „lebendiges Wasser umsonst“ gibt. Von ihm kommt, was uns und unserem Leben so oft fehlt: Sinn und Hoffnung.
In einem Atemzug mit „lebendigen Wasser“ werden uns ein neuer Himmel und eine neue Erde, gleichsam eine Rückkehr ins Paradies, verheißen. So lesen wir in den Zeilen davor: „Gott wird abwischen alle Tränen von unseren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. …“ (21,4).
Was für eine Wahnsinns-Perspektive für 2018 – für den, der glaubt!


In unserer Jahreslosung geht es um mehr als nur den Durst nach Wasser; es geht um den Durst nach Leben.
Die Angebote, diesen Durst zu stillen, scheinen in unserer heutigen Gesellschaft unbegrenzt vorhanden zu sein; und wir lassen sie uns auch etwas kosten: z.B. die Karriere, die Gesundheit, den Urlaub, den Lebensstil, diverse Events und vieles andere mehr.
Doch was, wenn wir merken, dass diese Quellen versiegen, dass die Gesundheit wackelt, die Beziehung scheitert und alle Sicherheiten wegbrechen? Oft stellt sich erst dann die Frage: Von welche Quelle lebe ich wirklich.
Mit Gott können wir immer wieder durchstarten und Neues wagen – weil er bleibt, wenn alles andere geht. Mit ihm dürfen wir gewiss sein – so wie es Tina Wilms in einem ihrer Gedichte ausdrückt: „Dass auch die dunklen Wege nicht in den Abgrund führen und einer an meiner Seite geht, auch wenn ich ihn kaum spüre. Dass alle Tränen gesammelt werden und ins Wasser des Lebens fließen, dass Trauerzeiten zu Ende gehen und sich mein Mund neu mit Lachen füllt. Dass selbst ein steinernes Herz sich erweichen lässt und eine Tür ins Freie führt, wo der Himmel sich weitet. Dass manches, was vergeblich erscheint, mich doch wachsen lässt und mich zu dem Menschen macht, als der ich gedacht bin. Dass ich am Ende das ganze Bild sehe und eine Stimme höre, die sagt: Es ist gut!“
Ich wünsche Ihnen ein gutes und gesegnetes neues Jahr.

Ihr Ulrich Reichard, Dekan

 

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Donnerstag, 18. Oktober 2018
Geh hin, der HERR sei mit dir!
Was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.

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